Badminton – Möge die Macht mit uns sein!

Seit mittlerweile 4 Jahren leistet sich der TSV eine kleine Badmintonabteilung, die sich jeden Samstagvormittag zum Spielen trifft. An dieser Stelle wurde schon viel über das Spiel und die Ausrüstung informiert. Je länger wir uns mit dieser Sportart beschäftigen, stellen wir fest, wie komplex die dazugehörigen Spieltechniken sind und immer, wenn wir denken, wir haben ein akzeptables Level erreicht, kommt jemand daher und bringt uns in wenigen Minuten auf den Boden der Tatsachen zurück. Sieht man sich dann ein Spiel der Profis an, kann man vollends verzweifeln und möchte den Schläger am liebsten in die Ecke stellen. Doch nur nicht verzagen!


Man stellt sich also die Frage: „Was muß ich eigentlich für Eigenschaften für dieses Spiel mitbringen?“ und dazu findet sich eine interessante Aussage vom Verfasser mehrerer Badminton – Lehrbücher:


„Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers. Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler." (Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986)


Mit anderen Worten: wenn ich ein guter Badmintonspieler werden will, muss ich in etwa so gut sein wie ein voll ausgebildeter Jedi-Ritter.

 

Darunter gibt es nur Mittelmaß. Das sei durch folgenden Bildausschnitt unterstrichen:

 

20180503 Jedi Badminton


Schnappschuss beim Badminton Training mit dem neuen Neon – Carbon – Hyper Torsionschläger.

 

Angespornt durch diese recht anspruchsvolle Theorie haben dänische Sportjournalisten das Badminton WM-Finale von 1985 mit dem Wimbledon-Endspiel im Tennis (Becker-Curren) im gleichen Jahr verglichen. Bemerkenswert ist hierbei die Tatsache, dass die Badmintonspieler in weniger als der halben Spieldauer etwa doppelt so viel liefen (Tennis 3,2 km, Badminton 6,4 km) und etwa doppelt so viele Ballberührungen (T: 1004, B: 1972)  hatten. Auch sehr interessant: die reine Spielzeit. Beim Tennis dauerte das Spiel 3 Stunden 18 Minuten, wovon als reine Spielzeit nur 9% blieben (18 Minuten). Die Dauer des Badminton Finales betrug 1 Stunde 16 Minuten und davon waren 37 Minuten (48%) reine Spielzeit. Badminton ist die schnellste Ballsportart gemessen an der Geschwindigkeit, die der Ball nach dem Abschlag erreichen kann. Im August 2013 stellte Tan Boon Heong aus Malaysia einen neuen Weltrekord mit 493 km/h auf. Dieser Rekord ist von Guinness World Records zertifiziert. In keiner anderen Sportart erreichen Bälle eine derart hohe Geschwindigkeit.


Und wir wissen jetzt genau, warum wir samstags so gegen 12 Uhr immer so erschöpft sind Aber sowohl spirituell als auch physisch haben wir immer das Gefühl, ein höheres Level von vielen erreicht zu haben und um es mit den Worten des Meisters auszudrücken:

            
"Öffnet euch. Spürt die Macht, die euch umgibt. Eure Sinne nutzen ihr müsst."Und gehen heim mit der Erkenntnis: "Viel zu lernen wir noch haben."


Euer Eckhard Schultz