1. Herren mit Geduld wieder auf Kurs

Gut erholt zeigten sich die Basketball-Herren nach der knappen Niederlage der Vorwoche bei Bezirksliga-Spitzenreiter LT und wiesen Mitkonkurrent SC Kisdorf mit einem deutlichen Sieg in die Schranken. Nach dem 92:62 (37:29) - Sieg ist man wieder im ruhigeren Fahrwasser. Wenig Experimente und wieder an Sicherheit gewinnen - das stand im Vordergrund vor der Partie gegen einen Gegner, der nach der Papierform auf Augenhöhe mit dem TSV war.
Jedoch machten fünf Ausfälle die Verstärkung des Teams durch Alexander Hinz (15 Punkte) und Joachim Neubert (3) erforderlich. Von Verunsicherung war von Beginn an aber nie die Spur, denn Travemünde begann vor allem in der Defense hoch konzentriert. Der Schlüsselspieler beim Gegner war der starke Aufbau, den das Gespann Candelon (5) und Garcia (6) abwechselnd an die Kette legen sollte. Im Angriff hatte man es mit einer Zonenverteidigung zu tun, die in der ersten Halbzeit auch gegen die Travemünder Systeme recht gut stand. Kisdorf schaffte es, den TSV mit gemächlicher Spielweise einzulullen, von Tempo und Breaks auf beiden Seiten nichts zu sehen. So war es kein Wunder, dass man nur mit 8 Punkten zur Halbzeit vorne lag.
Langsam aber sicher machte sich dann doch die dünne Spielerdecke bei Kisdorf bemerkbar und der TSV drückte endlich auf das Tempo. Durch schnelles Passspiel frei gespielt erzielte das Travemünder Kämpferherz Dennis Werthmann (13) innerhalb von einer Minute vier Körbe hintereinander zum 66:44, das den letzten Widerstand brach. Auch wenn Kisdorf jetzt seinen Frust mit einigen hässlichen Fouls zeigte, ließ sich Travemünde nicht weiter provozieren und brachte das Spiel anschließend sehr sicher nach Hause, wobei sich die Flügelzange Sadowski (28) und Alam (22) wieder einmal als Topscorer in die Listen eintrugen.
„Ich hatte Kisdorf stärker erwartet, aber Candelon und Garcia waren der entscheidende Faktor. Und auch sonst haben wir  durch die Defense nicht viel zugelassen. Kisdorf gingen dann Kraft und Spieler aus“ zog Coach Jörg Hansen zufrieden Bilanz. Zu kritisieren ist aber das gerade in der Vorwoche trainierte Umschaltverhalten von Abwehr auf Angriff und zum wiederholten Mal die schlechte Freiwurfquote (8 von 23 Würfen).
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Letzte Woche noch tragischer Held, diese Woche wieder Topscorer mit 28 Punkten: Robert Sadowski