TSV Travemünde mit Sieg in die Weihnachtspause

43 neue graue Haare für den Coach. Im ersten Spiel der Rückrunde revanchierte sich der TSV Travemünde mit einem sicheren 78 : 62 (35 : 28) - Sieg bei der BG Ostholstein III für die empfindliche Hinspielniederlage und kann nun entspannt in die Weihnachtspause gehen. Hier trafen 2 Spielsysteme aufeinander: Die BG Ostholstein mit groß besetzter Zonenverteidigung gegen den kleineren TSV mit seiner aggressiven Mann-Mann-Verteidigung. Obwohl am Tabellenende stehend erwies sich der Gegner von Beginn an als unbequem, denn die junge Centergarde machte Travemünde wie im Hinspiel insbesondere bei den Rebounds das Leben schwer. So waren die sonstigen Topscorer Sadowski (15 Punkte) und Alam (18) auch eher in der Defense gefordert.

Eutin (nur mit fünf Spielern angetreten) wurde vom TSV über vier Viertel konsequent unter Druck gesetzt, man wechselte viel und setzte sich nur aufgrund der vielen kleinen, eigenen Fehler nicht entscheidend ab. Diese Unkonzentriertheiten waren bereits zum Ende des 1. Viertels sichtbar, wo man durch einfache Ballverluste dem Gegner die Schnellangriffe ermöglichte und statt eines sicheren Vorsprungs nur mit 17:16 die Oberhand behielt. So dauerte es dann auch zwei Auszeiten und eine Viertelpause, bis man sich langsam einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte (sieben Punkte zur Halbzeit).
Eigentlich war jetzt der berühmte „Drops gelutscht“ – aber Eutin ließ einfach nicht locker. Nur über geduldiges Passspiel holte sich der TSV seine Punkte, vermasselte sich aber bis zum Abpfiff vieles selbst. Es war somit eine geschlossene Mannschaftsleitung mit allen Höhen und Tiefen, in der auch jeder Spieler Punkten konnte. Vertauschte Rollen übrigens bei den besten Spielern: Während Abwehrspezialist Benedikt Höver diesmal im Angriff mit 16 Punkten die Highlights setzte, war der sonstige Punktejäger Yassine Alam diesmal in der Defense der herausragende Akteur.


Weiter spielten: Brümmel (5), Candelon (4), Garcia (9), Werthmann (11)

Blick weiter nach oben
Die Hinrunde des TSV war von vielen Verletzten und Ausfällen geprägt, in der nie die Bestbesetzung auflaufen konnte.  „Es fehlten immer zwei oder drei Starter oder wichtige Bankspieler. Insofern kann man mit dem Verlauf der Hinserie dieser Aufbausaison eigentlich zufrieden sein,“ so Coach Hansen, der sich besonders über die denkbar knappen Niederlagen gegen die Saisonfavoriten LT und Bargteheide ärgerte. Der Blick ist aber weiter nach oben gerichtet, so dass nach der Gesundung von Pfiffner und Kriesen eventuell noch weitere Nachbesserungen im Kader durchgeführt werden.
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Travemünder Topscorer der Hinrunde, Robert Sadowski
Jörg Hansen