Schwächen im Aufbau kosteten uns den Sieg

Mit einem Sieg rechnete eigentlich keiner. Aber nach dem Spielverlauf war Travemünde nach der 60:48 (26:23) – Niederlage gegen Tabellenführer MTV Bad Segeberg doppelt enttäuscht, denn lange Zeit hatte man geführt. Mit Brümmel (7 Punkte) im Aufbau aber ohne den erkrankten Dennis Werthmann machte sich der TSV auf, den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Segeberg Paroli zu bieten, Alexander Hinz (18) besetzte die vakante Centerposition. Das Spiel war zunächst ausgeglichen, man wechselte mit 17:17.
Aber spätestens mit dem zweiten Viertel machte sich die Travemünder Schwäche an diesem Tag bemerkbar: zu viele einfache Fehler hinderten das Team daran, sich einmal etwas Luft zu verschaffen. Nur sechs Punkte in diesem Viertel sprechen eine deutliche Sprache. Es kam allerdings auch Wurfpech nach feinen Spielzügen hinzu, wo sich vor allem Benedikt Höver (4) schwarz ärgern konnte. Nur gut, dass die Abwehr überaus aggressiv und variabel agierte. Mit 26:23 für Segeberg ging man in die Pause.
Nach dem Wechsel reagierte der TSV, die Angriffe wurden jetzt vermehrt über die Flügelzange Bender und Alam initiiert. Die Deckung leistete hervorragende Arbeit und im Angriff spielte man ruhig den Ball ans Brett. Sieben Minuten ließ man keinen Korb zu und setzte sich auf 36:28 ab.
Segeberg wurde zunehmend nervöser, der gegnerische Spielertrainer Ralf (der deutlich mehr als die zugelassenen 5 Fouls machte) nahm eine Auszeit. Jetzt kam die entscheidende Phase, denn Bad Segeberg stellte auf Zonenpresse um. Wieder stockte der Travemünde Aufbau empfindlich. Obwohl man eigentlich gute Waffen gegen diese Variante zur Verfügung hat, wurden diese nicht angewandt. Erst eine Auszeit brachte etwas Besserung. Spiel entscheidend war jedoch schließlich die 47. Minute: Beim Stand von 49 : 46 für Segeberg bekam Hinz zwei Freiwürfe und verwarf. Auf der Gegenseite bekam Norman Bender (12) sein fünftes Foul und musste raus.
„Hiervon haben wir uns nie erholt. Den Ausfall konnten wir nicht kompensieren, gerade als wir uns wieder gefangen hatten. Deswegen ist aber Segeberg oben und wir unten“, sagte Coach Hansen zum Schluss. „Werthmann, Pfiffner eigentlich auch Sadowski – dazu Bender, das waren letztlich zu viele Aufälle.“
Weiter spielten: Sadowski (2), Candelon, Garcia, Neubert und Alam (5)
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Bringt konstant gute Leistungen; Benedikt Höver



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